Ensemble Musicantica

Kategorie:

Das Ensemble Musicantica beschäftigt sich mit der Aufführung unbekannter Barockmusik aus Mitteldeutschland. Der Name der Kammermusikgruppe ist inspiriert durch den Barockroman „Die drey ärgsten Ertz-Narren“ des Universalgelehrten Christian Weise. Wie im Roman geht in den Konzerten eine „Compagnie“ mit offenen Augen und Ohren auf Reisen um im wahrsten Sinne des Wortes „merckwürdiges“anzutreffen.

Die Konzertprogramme werden anhand historischer Dokumente entworfen. Die Musik wird auf epochalen Instrumenten präsentiert. Die Musiker– alle Spezialisten auf dem Gebiet der „Alten Musik“ – verfolgen unter der künstlerischen Leitung des Violonisten Sven Rössel gemeinsam ein Ziel: 

Musik im Sinn ihrer Entstehungszeit und für das Publikum lebendig aufzuführen.

Das Ensemble Musicantica wurde 2007 gegründet und war seither mit speziell zugeschnittenen Programmkonzepten zu Gast bei mehreren Festivals für Alte Musik in Mitteldeutschland (u.a. Schützhaus Weißenfels und Bad Köstritz, Batzdorfer Sommerfestspiele, Schlesisches Musikfest). Bei dem Festkonzert zum „2. Internationalen Christian-Weise-Symposium 2008“ in Zittau stand beispielsweise Musik um den Universalgelehrten Christian Weise im Mittelpunkt.

 

   Tage der Mitteldeustchen Barockmusik 2011

   Schlesisches Musikfest Görlitz 2009

   Batzdorfer Sommerfestspiele 2010

 

Zwischen 2010 und 2013 hat das Ensemble eine kleine Konzertreihe im Dessauer Bauhaus und lotete die Verbindungen Alter Musik zur Moderne aus.

Musiker

Julla von Landsberg | Sopran

Christiane Wiese | Sopran

Annette Rössel | Violine

Adela Misonova | Violine/Viola

Juliane Laake | Viola da gamba

Arve Stavran | Cembalo

Sebastian Knebel | Orgel

Heiko Schmiedel | Laute

Sven Rössel | Violone und Leitung

Impressum

Kategorie:

Sven Rössel
Weinauallee 6
02763 Zittau

Telefon: +49-(0)178-52 48 931
E-Mail: violone[at]gmx.de

 

Hinweis auf EU-Streitschlichtung

Zur außergerichtlichen Beilegung von verbraucherrechtlichen Streitigkeiten hat die Europäische Union eine Online-Plattform (“OS-Plattform”) eingerichtet, an die Sie sich wenden können. Die Plattform finden Sie unter http://ec.europa.eu/consumers/odr/. Unsere Emailadresse lautet: violone[at]gmx.de


Disclaimer – rechtliche Hinweise

§ 1 Warnhinweis zu Inhalten
Die kostenlosen und frei zugänglichen Inhalte dieser Webseite wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Der Anbieter dieser Webseite übernimmt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der bereitgestellten kostenlosen und frei zugänglichen journalistischen Ratgeber und Nachrichten. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des jeweiligen Autors und nicht immer die Meinung des Anbieters wieder. Allein durch den Aufruf der kostenlosen und frei zugänglichen Inhalte kommt keinerlei Vertragsverhältnis zwischen dem Nutzer und dem Anbieter zustande, insoweit fehlt es am Rechtsbindungswillen des Anbieters.

§ 2 Externe Links
Diese Website enthält Verknüpfungen zu Websites Dritter ("externe Links"). Diese Websites unterliegen der Haftung der jeweiligen Betreiber. Der Anbieter hat bei der erstmaligen Verknüpfung der externen Links die fremden Inhalte daraufhin überprüft, ob etwaige Rechtsverstöße bestehen. Zu dem Zeitpunkt waren keine Rechtsverstöße ersichtlich. Der Anbieter hat keinerlei Einfluss auf die aktuelle und zukünftige Gestaltung und auf die Inhalte der verknüpften Seiten. Das Setzen von externen Links bedeutet nicht, dass sich der Anbieter die hinter dem Verweis oder Link liegenden Inhalte zu Eigen macht. Eine ständige Kontrolle der externen Links ist für den Anbieter ohne konkrete Hinweise auf Rechtsverstöße nicht zumutbar. Bei Kenntnis von Rechtsverstößen werden jedoch derartige externe Links unverzüglich gelöscht.

§ 3 Urheber- und Leistungsschutzrechte
Die auf dieser Website veröffentlichten Inhalte unterliegen dem deutschen Urheber- und Leistungsschutzrecht. Jede vom deutschen Urheber- und Leistungsschutzrecht nicht zugelassene Verwertung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Anbieters oder jeweiligen Rechteinhabers. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigung, Bearbeitung, Übersetzung, Einspeicherung, Verarbeitung bzw. Wiedergabe von Inhalten in Datenbanken oder anderen elektronischen Medien und Systemen. Inhalte und Rechte Dritter sind dabei als solche gekennzeichnet. Die unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe einzelner Inhalte oder kompletter Seiten ist nicht gestattet und strafbar. Lediglich die Herstellung von Kopien und Downloads für den persönlichen, privaten und nicht kommerziellen Gebrauch ist erlaubt.

Die Darstellung dieser Website in fremden Frames ist nur mit schriftlicher Erlaubnis zulässig.

§ 4 Besondere Nutzungsbedingungen
Soweit besondere Bedingungen für einzelne Nutzungen dieser Website von den vorgenannten Paragraphen abweichen, wird an entsprechender Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen. In diesem Falle gelten im jeweiligen Einzelfall die besonderen Nutzungsbedingungen.

Quelle: Impressum erstellen mit Juraforum.de und hier einen Rechtsanwalt vor Ort suchen.

Biografie

Kategorie:

Sven Rössel (1982) – Kontrabass & Violone

Sven Rössel studierte an den Hochschulen für Musik Dresden, Köln und Leipzig. Das Konzertexamen erlangte er 2011 in der Klasse von Prof. Benedikt Hübner an der HMT „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ Leipzig.

Zudem ist er spezialisiert auf dem Gebiet der „Alten Musik“ und studierte historische Bassinstrumente bei Prof. Rainer Zipperling in Köln. Er spielt bei verschiedenen Ensembles (lauttencompagney BERLIN, Das Neue Orchester-Köln, Batzdorfer Hofkapelle, Concerto Köln, u.a.). Gastspiele führten ihn nach Italien, Frankreich, Spanien, Rußland, Brasilien, Dubai, Tschechien, Österreich und Japan.

Er spielt einen Violone nach Gasparo da Saló (1590) sowie einen Wiener Bass (nach Johann Joseph Stadlmann 1750).

Im wissenschaftlichen Bereich forscht Sven Rössel an der Musik des 17. Jahrhunderts Mitteldeutschlands. Bisher wurde wiederentdeckte Musik in Urtextausgaben bei Edition Walhall (Magdeburg) und Verlag Kamprad (Altenburg) veröffentlicht.

Von 2007-2013 war er Kontrabassist der Anhaltischen Philharmonie Dessau und sammelte zuvor Orchestererfahrung u.a. bei der Jungen Deutschen Philharmonie, den Hamburger Symphonikern und den Münchner Symphonikern. Derzeit leitet er die Kreismusikschule Dreiländereck (Landkreis Görlitz).

Studium

1999-2002 Studium bei Prof. Peter Krauß (Hauptfach Kontrabass, Orchestermusik) an der HfM „C. M. v. Weber“ Dresden, Abschluss mit dem Vordiplom

2002-2006 Studium bei Prof. Veit-Peter Schüßler (Kontrabass, künstlerische Instrumentalausbildung) und Prof. Rainer Zipperling (Violone) an der Musikhochschule Köln, Diplomabschluss

2009-2011 Studium „Konzertexamen Kontrabass“ bei Prof. Benedikt Hübner (Solobassist der Dresdener Philharmonie) an der HMT Leipzig, Abschluss Konzertexamen 

Kurse/Orchester/Solokonzerte

Meisterkurse

bei Prof. Veit-Peter Schüßler (Köln), Prof. Michinori Bunya (Würzburg), Chiara Bancchini (Ensemble 415), Andrea Marcon (Venice Baroque Orchestra), Werner Ehrhardt (L’Arte del Mondo), Dane Roberts (Freiburger Barockorchester), Prof. Christine Hoock (Salzburg)

Engagements bei modernen Orchestern

seit 2003 Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie

von Januar bis Juli 2004 Niederrheinische Sinfoniker

Spielzeit 2004/05 Hamburger Symphoniker (Praktikant)

Januar 2006 Ensemble Modern (Aushilfe)

September 2006 bis Februar 2007 Münchner Symphoniker (Vorspieler/Zeitvertrag)

Februar 2007 bis Spielzeitende 2013 Anhaltische Philharmonie Dessau (Tutti, feste Stelle) 

„Historische Aufführungspraxis“

seit 2003 Barockensemble Arcomelo - Mailand (historischer Kontrabaß/Violone; Konzerte in Italien, Spanien, Frankreich, Japan)

Collegium Cartusianum (Peter Neumann), Köln

Das Neue Orchester (Christoph Spering), Köln 

Batzdorfer Hofkapelle (Stefan Rath/Stefan Maas), Batzdorf

Merseburger Hofmusik (Michael Schönheit), Merseburg

Festkonzert mit Ensemble Musicantica beim „2. Internationalen Chr. Weise Symposium“, Zittau 2008

Konzert mit Ensemble Musicantica mit Schlesischen Komponisten beim „Schlesischen Musikfest“ und den Batzdorfer Barockfestspielen, 2009

Solokonzerte

Recital bei den 39. Musikfesttagen Hoyerswerda, 2004

“Kontrabass und Süskind” im Bürgersaal Zittau, 2005

Theatermenschen im Gespräch&Konzert im Theater Naumburg, 2009

Konzert bei den Hoyerswerdaer Musikfestspielen, 2011

Konzert am Bauhaus Dessau, 2011

Vernissage am via-regia-Haus Reichenbach/Ol., 2011

Konzertreihe bauhaus hören im Dessauer Bauhaus, Gesprächskonzerte zu Verbindungen zwischen Alter Musik und Moderne (Gastspiel im Hindemith-Institut Frankfurt), 2010-11

musikpädagogische Solo-Projekte an Kita's (in Sachsen-Anhalt und Sachsen)

„Scratch“, internationales Seminar und Mitsingprojekt (Musik von Andreas Hammerschmidt), Zittau 2013, gefördert von der Europäischen Union und der Stadt Zittau

Musikwissenschaftliche Publikationen

Krieger, Johann: Sonata à 5, Urtext, Edition Walhall, Magdeburg 2008, (revidierte Neuauflage 2012)

Rössel, Sven: Zittauer Gebrauchsmusiken mit Texten von Christian Weise, Edition Gamus, Dessau 2008

Eccles, Henry: Sonate in g-Moll für Kontrabass Solo, Urtext-Ausgabe, Edition Walhall, Magdeburg 2009

Rössel, Sven: Zittauer Gebrauchsmusiken mit Texten von Christian Weise, in: Poet & Praeceptor, Tagungsband zum „2. Internationalen Christian Weise Symposium“ (Hg. Peter Hesse), Dresden 2009

Eccles, Henry: Sonate in g-Moll für Violoncello (auch Viola), Urtext-Ausgabe, Edition Walhall, Magdeburg 2010

Einführungstext „Christian Weise und der Orpheus von Zittau“ im Programmheft Tage der Mitteldeutschen Barockmusik Zittau, Ilmenau 2011

Einführungstext „nicht nur allein vor die Leute treten“ zur Aufführung von Christian Weises Nebucadnezar anlässlich der Tage der Mitteldeutschen Barockmusik Zittau, Blankenburg 2011

Rössel, Sven: Andreas Hammerschmidt und sein überregionales „Musik-Netzwerk“, in: Musik und Konfessionskulturen in der Oberlausitz der frühen Neuzeit (Hg. Thomas Napp, Christian Speer), Görlitz-Zittau 2013

dazu Kongress-Review in: Die Tonkunst, Weimar/Lübeck, Nr. 4, Jg. 6, 2012

Rössel, Sven: „MM“ – Die Müllersche Musiziergemeinschaft, in: Oberlausitzer Heimatblätter (Hg. Tino Fröde), Bernstadt a.d.E. 2014

Heinemann, Michael: Andreas Hammerschmidt – Werkausgabe, Bd. 1, 3 und 8, (Hg. Michael Heinemann, Konstanze Kremtz, Sven Rössel), Altenburg 2015 und 2016

Rössel, Sven: Kirchenmusiker zu St. Johannis Zittau, in: St. Johannis - eine Dokumentation, (Hg. Gerhard Große), Zittau 2016

Vorträge

„Zittauer Gebrauchsmusiken mit Texten von Christian Weise“ zum „2. Internationalen Christian Weise Symposium“, Zittau 2008

„Christian Weise und die Musik“ zur „Langen Nacht der Wissenschaft“ an der Hochschule für Musik Dresden 2009

Roundtable während der Tage der Mitteldeutschen Barockmusik, Zittau 2011

„Andreas Hammerschmidt und sein überregionales Musik-Netzwerk“ zur Herbst-Tagung der Oberlausitzer Gesellschaft der Wissenschaften in Görlitz zum Thema „Musik und Konfessionskulturen in der Oberlausitz der Frühen Neuzeit“, Görlitz 2012

„Paul Hindemith – Rezeption und Klangästhetik am Übergang von der Spätromantik zur Moderne der 20er Jahre“, für Studierende des Studiengangs Kultur und Management (B.A./ M.A.) der Hochschule Zittau/Görlitz, Schlesisches Museum zu Görlitz, 2014

„Musikcafé“ zur Leipziger Buchmesse, Vorstellung der Werkausgabe Hammerschmidts, 12.03.2015

Gesprächskonzert - Hammerschmidt-Ehrung, Kreuzkirche Zittau, 31.10.2016

Diskografie (Auswahl)

Carl Philip Emanuel Bach: Harpsichord Concertos, Ensemble Arcomelo, Discantica 2005

Paderborner Gesangbuch 1609, Vol. I-III, Ensemble Eranos, Bonifatius 2006-2009

Georg Friedrich Händel, Johann Adolph Hasse: Il Sassone, Ensemble Raccanto, raccanto 2007

Wilhelm Friedemann Bach: Symphonies and Harpsichord Concertos, Ensemble Arcomelo, Discantica 2008

Joseph Martin Kraus: Amphitryon, Weltpremiere, Ensemble L'arte del mondo, WDR 2008

Johann Gottlieb Graun: Oboenkonzerte, Batzdorfer Hofkapelle (2013)

Georg Friedrich Händel: My Favourite Instrument, Batzdorfer Hofkapelle (2015)

Kantaten – Werke von Johann Friedrich Doles und Johann Sebastian Bach, Albrecht Koch/Batzdorfer Hofkapelle (2015)

Joseph Haydn: Die Schöpfung, Merseburger Hofmusik (2016)

Violone

Kategorie:

Unter der Bezeichnung Violon oder Violone werden in der modernen Terminologie Instrumente für die (Kontra-) Basslage verstanden (ital.: ‚Große Viola’; alle Arten der Baßgeige). Historisch gesehen hat der Begriff Violone eine nicht klar zu definierende Bedeutung, da sie regional und zeitlich variiert. Violone bezeichnet also ursprünglich keinen Kontrabass sondern mehrere, nicht normierte Instrumente. Tiefere Bässe verlangen nach Zusatzbezeichnungen wie z.B. Violone grande.

Die vielgestaltige und sich wandelnde Gruppe der Streichbässe umfasst z.B. jede Viola da Gamba, Große Gambe, eine tiefer gestimmte Gambe und später in einigen italienischen Quellen sogar das Violoncello.

 

Theoretische Schriften des aufgeklärten Zeitalters dokumentieren weniger die organologische Seite. Die Instrumente wurden in ihrer der Musik dienlichen Funktion als Basso eingesetzt. 

Der moderne Kontrabaß ist ein „Nachfolger“ des Violones, der als Terminus heute im Hornbostel-Sachs System als gestrichene Laute oder Fiedel eingeordnet wird. (nach Grove Dictionary of Music; und Focht 1999)

Die Bedeutungen von Violone

Die folgende Tabelle ist nach Schmid erstellt. [Schmid, Manfred Hermann: Instrumentennamen und Stimmlagenbezeichnungen vom 16. bis 18. Jahrhundert, in: Kontrabaß und Bassfunktion Hrsg: Salmen, Walter Insbruck 1986]

 

  1. Jhd.:Familienname für Gambeninstrumente

 

  1. Jhd.:Kurzform für die Baß-Stimmlage
  2. a)Gambeninstrumente (ca. 1600 bis 1630)

Violone = Gambe auf G’

  1. b)Geigeninstrumente (ca. 1610-1700)

Violone = Basso da braccio auf C

 

Um 1700: Kurzbezeichnung für Violone grande (=Kontrabasslage; versch. Stimmungen)

 

18.Jhd.: Standardbezeichnung Kontrabass

 

Stimmungen

Violone in G: Stimmung G’-C-F-A-d-g (Quinte unter der normalen Bassgambe)

Violone in D: Stimmung D’-G’-C-E-A-d

Contra-Baß-Geig (4-saitig): Stimmung D’/E’-A’-D-G

Wiener Stimmung: (F’)-A’-D-F#-A

Basso da braccio: C-G-d-a